Chemienacht am RNG

Wenn Gummibärchen in „heißer Lava“ verglühen - Erste Chemienacht am Rupert-Neß-Gymnasium wurde prima angenommen 

Hier die Bilder rund um die 1. Chemienacht am RNG

„Alles ist Chemie, ohne Chemie ist alles nichts“. Getreu diesem Motto von Justus von Liebig, einem der bekanntesten deutschen Naturwissenschaftlern, haben die Schüler des Neigungsfachs Chemie unter der Leitung ihrer Lehrerinnen Andrea Nuber und Irmgard Reichle die erste Chemienacht am RupertNeß-Gymnasium organisiert.

Erfolgreich, wie sich zeigte. Neben dem regulären Schulstoff wurde in den vergangenen Wochen vor allem am Programm gefeilt. Welche Versuche sollen überhaupt gemacht werden, was davon kann im Chemieraum vorgeführt werden,
müssen noch Chemikalien angeschafft werden? Solche und noch viele weitere Fragen mussten zuerst im Vorfeld geklärt werden. Schnell war klar: Es sollte ein herzlicher Abend werden, bei dem neben den Versuchen auch das Gespräch und die Verpflegung nicht zu kurz kommen sollte.

Der Förderverein der Schule spendierte der Chemiefachschaft ein Platinherz für die Show, aber vor allem auch für den Unterricht in Klasse zehn. Das Programm wurde festgelegt, fehlende Chemikalien gekauft, und dann begann die eigentliche Vorbereitung – üben, üben und nochmals üben. So sah man die Neigungsfachschüler zu den unterschiedlichsten Zeiten in den Chemieräumen, um an ihren Experimenten zu feilen, denn in den zwei Vorstellungen sollte ja alles funktionieren. Pünktlich um 20 und um 22 Uhr konnten dann die Vorstellungen vor ausverkauftem Haus präsentiert werden. 

Eingerahmt in eine sommerliche Geschichte änderten Flüssigkeiten ihre Farbe: von grün nach rot und dann wieder grün. Zauberei? Nein, natürlich Chemie. Luftballons knallten wie Kanonenkugeln, Gummibärchen verglühten in „heißer Lava“, und ab und zu wurde sogar noch die Posaune geblasen. 

Dazwischen zeigten sieben Schüler aus den Klassen acht, neun und zehn unter Leitung von Peter Offenwanger „feurige“ Versuche, die nicht in den Chemieräumen stattfinden konnten. Am Ende sah man überall erleichterte und zufriedene Gesichter. Erleichtert, weil praktisch alle Versuche geklappt hatten, und zufrieden, weil die Chemienacht viel Zuspruch aus den Reihen der Schulgemeinde erhielt. 

Dank an dieser Stelle allen Akteuren und den Lehrern der Fachschaft Chemie, die mit dieser Veranstaltung einer Aussage des 78-jährigen Goethes Leben eingehaucht haben: „… die Naturwissenschaft, besonders die Chemie, ist so lebendig, dass man auf angenehmste Weise wieder jung wird“ – oder bleibt (AdR).