Neigungsfach Chemie - märchenhaft...



Wer kennt sie nicht, die Märchen der Gebrüder Grimm aus längst vergangenen Tagen. Für die meisten sind sie eine schöne  Erinnerung an die Kindergarten- und Grundschulzeit und doch begegnen sie uns in der einen oder  anderen Form immer wieder. So geschehen für alle Schüler der achten Klassen in einer eher ungewöhnlichen Art. 
Für eine Stunde wurden sie an diesem Tag vom vierstündigen Chemiekurs J2 in den „chemischen Märchenwald“ entführt. Zu den Klängen von Engelbert Humperdinck erlebten sie, wie Hänsel und Gretel bei Sonnenuntergang von ihren Eltern am leuchtenden „Ethanolfeuer“ im Wald ausgesetzt wurden und ihren Weg nach Hause nicht mehr fanden. Bei ihrer Suche auf den verschlungenen Pfaden des Märchenwaldes begegneten sie Frau Holle, die Schneeflocken in Form von brennenden Teebeuteln vom Himmel schickte, den sieben Zwergen, die in ihren Gläsern die verschiedensten Farben herstellten, Rapunzel, die in Form der „Pharaoschlange“ aus Emsapastillen ihr Haar wachsen ließ, dem süßen Brei, der gar nicht mehr aufhören wollte zu quellen, dem Tischlein deck dich, welches langsam und zäh „Polyurethanschaum“ servierte, den Bremer Stadtmusikanten, dem Sterntalermädchen und nicht zu vergessen dem Frosch, der aus dem Brunnen aufstieg.
Am Ende gelangten sie zum Hexenhaus, in welchem mit einer großen Explosion die Hexe in den Backofen geschoben wurde und Hänsel und Gretel befreit vom Schwan begleitet nach Hause finden konnten.
Ich  hoffe, dass diese chemische Wanderung den Schülern der achten Klassen neue Einblicke in die Vielfältigkeit der Chemie geben konnte, sie vielleicht ein wenig motiviert und möchte ein großes Kompliment und Dankeschön an die Experimentierfreudigkeit des vierstündigen Kurses J2 weitergeben. (Nuber)