RNG setzt ein Zeichen - Rote Karte gegen Amokdrohung


Die gesamte Schule vereint, alle Schüler und Lehrkräfte zusammengekommen, um ein gemeinsames Zeichen zu setzen: Eigentlich ein Grund zur Freude, wie Schülersprecher Jakob Vochezer es in seiner Ansprache zu Beginn der Veranstaltung formulierte. Doch: „der Grund weshalb wir uns hier versammelt haben, lässt meine Freude nicht zu “.


Hintergrund der ganzen Aktion, die von der SAK mit viel Arbeit geplant worden war, war es, ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen für Solidarität, ein Zeichen für Schulgemeinschaft, ein Zeichen GEGEN unvertretbare Taten wie die Amokdrohung, die Anfang Dezember ausgesprochen worden war. Unter dem Motto „WIR LASSEN UNS NICHT EINSCHÜCHTERN – ZEIGT AMOK DIE ROTE KARTE“ sprachen Schüler und Lehrer vor der versammelten Menge die Gefühle aus, die viele ihrer Klassenkameraden und Kollegen im Hinblick auf die Amokdrohung verspürt hatten. 


Unsere Neß-Vegischen Meister im Poetry Slam Tonya Hannes und Elias Lampert haben auf beeindruckende Weise sich sowohl in den Täter als auch uns, die Opfer hineinversetzt. Ob all das gut ankam? Ob die Botschaft, die wir als Schulgemeinschaft vermitteln wollten, verstanden wurde? Den Reaktionen nach zu urteilen, ja.


Nachdem unsere Schülersprecherin Antonia Klein ihre eindringlichen Rede, die noch einmal den Ernst und die Bedeutung einer Amok- (= Morddrohung) klar machte, mit den Worten „…und deshalb zeigen wir, als eine Gemeinschaft, Amokdrohungen die rote Karte“ beendete, begann ein Schüler, seine rote Karte langsam zu heben. Immer mehr Arme gingen in die Höhe, bis die gesamte Schüler- und Lehrerschaft sich gemeinsam gegen solche, das Schulklima vergiftende, Taten bekannte. 


Und was bleibt von dieser Aktion? Was soll das große Plakat, das mit dem oben genannten Slogan und von Schülern erarbeiteten Statements im C-Bau aufgehängt wird, uns sagen? Es bleibt das Gefühl von einem Stück mehr Gemeinschaft an unserer Schule, der Aufruf nach Solidarität und mehr Feingefühl für die Gefühle des Gegenübers hängt zentral im schulischen Alltag. Denn wie es Jakob Vochezer formuliert hat: „Wir sind eine Schule und eine Gemeinschaft –jetzt kommt es auf uns an, diese auszuleben.“ 


(Text: Katarina Störmer (SMV) Fotos: Ow)

Auch die Schwäbische Zeitung berichtet über die SMV-Aktion - Den Bericht finden sie hier ...