Die RNG-Quizshow erspielt 5645 Euro für soziale Projekte

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Wer kann mehr, Schüler oder Lehrer? Die Quiz-Show des Rupert-Neß-Gymnasiums hat am Donnerstagabend den Beweis geliefert: Schüler sind schlauer als ihre Lehrer. Das Team "Größer als Groß" siegte und bestätigte damit, was Schüler insgeheim schon immer wussten. Neben Ruhm für die Schüler-Welt, erspielte das Team 2745 Euro für das Netzwerk Asyl in Wangen. 
 
Die Schülerteams: Knapes Knappen, Größer als Groß, Dichter und Denker
 
Die noch siegessicheren Lehrerteams.
 
Hektisches Getümmel auf der Bühne in der Stadthalle. Bemalte Kartons liegen verteilt auf dem Boden. Zusammenge-setzt sollen sie ein Bild ergeben. "Heb' die oberste Kiste runter!", ruft RNG-Lehrerin Kerstin Zeiß ihrem Kollegen Jochen Brandt zu. Blöd nur, dass der eine blickdichte Taucherbrille auf hat. Beide Arme nach vorne ausgestreckt greift er beherzt zu und erwischt... nichts. 
 
Beim Schlussspiel kam es vor allem auf gute Zusammenarbeit an.
 
Auf der anderen Seite der Bühne beim Schüler-Team sieht es deutlich besser aus. Ein Karton fehlt noch, um das Bild mit dem lachenden Gesicht komplett zu machen. Es ist kurz vor 22 Uhr. Das Finalspiel bei der Quiz-Show "Lehrer gegen Schüler". Und für beide Seiten geht es um mehr als nur den Sieg. Es geht um die Ehre und vor allem für die Schüler ist es die einmalige Möglichkeit, es den Lehrern zu beweisen. Weitere Motivation ist das Geld, das die Teams bei jedem Spiel und jeder Fragerunde erspielen können. Das Hospiz am Engelberg, Netzwerk Asyl oder ein Waisenhaus in Kambodscha: Jedes Team hat sich eine soziale Einrichtung ausgesucht. Insgesamt sind 5645 Euro im Pott, teils von Sponsoren, teils eingenommen durch den Imbissverkauf in der Show-Pause. 
 
Die RNG-Big-Band-Combo sorgte für den musikalischen Rahmen.
 
Aus Doktor-Kittel wird Doktor-Titel Frederik Braunmiller, Fabia Bayer und Anna Godhoff vom Schüler-Team "Größer als Groß" - eine Anspielung auf den Lehrer-Gegner Christoph Groß - tragen weiße Kittel. Auf dem Rücken die Aufschrift "Doktor-Kittel", aus dem "Kittel" haben sie mit Rotstift ein "Titel" gemacht. Für Bescheidenheit ist an diesem Abend kein Platz. Schließlich verteidigen sie heute die Würde aller Schüler des RNG. Nach drei Vorrunden Schüler gegen Lehrer hat es das Team ins Finale geschafft. Bis dahin galt es jedoch einige Hürden zu überwinden. 
 
Gruppendiskussion der Lehrer bei den Quizfragen.
 
Wie alle Teilnehmer wussten sie nicht, was in der Quiz-Show auf sie zukommt. "Die letzten drei Tage haben wir noch Bundeskanzler oder Hauptstädte gelernt", sagt die 17-jährige Fabia. Außerdem hat jeder der drei ein Spezialgebiet. Leonardo da Vinci fällt in keines davon. Und so blicken "Größer als Groß" in der Vorrunde etwas ratlos auf die Projektions-Leinwand. "Was erfand Leonardo da Vinci?" Vier Antwortmöglichkeiten stehen zur Wahl. Kein Fifty-Fifty- oder Publikumsjoker in Sicht. Dem kurzen Getuschel folgt eine ziemlich plausible Erklärung. "Wir raten begründet und nehmen chiaroscuro", sagt Fabia ins Mikro. Die Antwort "sfumato" leuchtet grün auf - eine Öl-Maltechnik. "Aber immerhin schön erklärt", folgt sogleich die Stichelei von Lehrer-Seite. Seitenhiebe auf der Bühne: an diesem Abend ein Muss. Besonders zwischen Schülerin und Moderatorin des Events, Abina Sutharsan, und ihrem Co-Moderator Michael Roth, stellvertretender Schulleiter. So weist Roth die Schiedsrichter an: "Bei den Schülern bitte ganz genau gucken, ob gespickt wird." "Wollen wir doch mal sehen, wer das am Ende nötig hat", kontert Abina Sutharsan. 
 
Die Vorrundenteams der Schüler erspielten 200 und 700 Euro für "ihre" Sozialprojekte
 
Die Lehrer erspielten 1500 Euro für das RNG-Uganda-Projekt und 500 Euro für ein Waisenhausprojekt.
 
Klar, dass auch bei den Spielen ein bisschen gegen die Lehrer gestichelt wird. "Reden wie Lehrer - keiner versteht's" lautet zum Beispiel ein Spiel, bei dem Begriffe pantomimisch dargestellt werden müssen. Vorbereitungen seit September Die Idee für die Quiz-Show hatte Abina Sutharsan. Bereits im September begann sie mit der Sponsorensuche. Die Vorbereitungen für die Show laufen seit Januar. Mit einem siebenköpfigen Team bereitete Abina Fragen und Spiele vor. Abinas Wunsch: "Natürlich sollen die Schüler gewinnen. Da bin ich parteiisch!"Als Frederik unter hektischen Ansagen seiner Teamkollegen den letzten Karton auf die restlichen setzt, geht Abinas Wunsch in Erfüllung. Die quälende Frage ist ein für alle Mal geklärt: Schüler sind eben einfach besser als Lehrer. Von diesem Sieg profitieren nicht nur die Schüler, sondern auch das Netzwerk Asyl. 2754 Euro hat das Team für die Flüchtlinge erspielt. Vor allem für Freizeitaktivitäten soll das Geld ausgegeben werden. Siegfried Spangenberg vom Netzwerk ist gerührt: "Ihr habt dazu beigetragen, das jetzt schon gute Klima in Wangen gegenüber Flüchtlingen zu verbessern." Genau das war den dreien ein Anliegen: "In Zeiten von Pegida ist es uns wichtig, ein Zeichen zu setzen", sagt Anna Godhoff. (Bericht SZ)
 
Die Erfolgreiche Siegermannschaft der Schüler erspielte 2745 Euro für das "Netzwerk Asyl" in Wangen.
 
 
Der Dank geht auch an die Sponsoren, ohne deren Engagement diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre !!!