Auslandsaufenthalt an unserer Partnerschule

Nach dem zweiwöchigen Schüleraustausch nach Johannesburg, der vom RNG organisiert wurde, beschlossen meine englischsprachige Austauschschülerin Rebecca Byrne und ich, diesen zu wiederholen. 2,5 Monate durfte ich bei ihr zu Hause wohnen, auf ihre Schule gehen, und alles miterleben, was zu ihrem Alltag dazugehörte.

Nach der schweren Verabschiedung von Freunden und Familien ging es los: Mit dem Flugzeug über Dubai nach Johannesburg. 16 Stunden Flug mit Aufenthalt. Das erste Mal alleine so lange weg von zu Hause… Doch schon in der ersten Woche verstand ich mich super mit der Familie. In der Schule hatte ich mich relativ schnell eingefunden und an Unterschiede, wie beispielsweise der dortigen Schuluniformpflicht, schnell gewöhnt.

Ich bekam viele Eindrücke und erlebte so viel Neues, dass für Heimweh und Ängste gar keine Zeit war. Neben dem Krügerpark, einer Canape-Tour durch die Landschaft durch Tzannen, unter einem Wasserfall baden oder einem Picknick beim Hartbeespoort (ein Damm) und vielem mehr, war auch der Alltag eine spannende Abwechslung!

Zum einen ist die Einstellung der Menschen so verschieden, denn nichts muss gleich sein und es gibt immer Zeit für eine Tasse Tee. Zum anderen ist das Leben in einer so großen Stadt wie Johannesburg natürlich verschieden zu dem hier in Wangen. Zwischen Einkaufscentern tümmeln sich die Menschenmassen, die Straßen sind voll mit hupenden Autos und man trifft die verschiedensten Menschen.

Auch die Verständigung fiel mir mit jedem Tag leichter. Zu Beginn war es noch schwer für mich, immer englisch zu reden, doch dies wurde so zur Gewohnheit, dass ich irgendwann selbst mit meiner Familie versehentlich englisch redete.

Ich hab so viel erlebt, dass ein einziger Bericht nicht ausreichen würde, um dies alles zu erzählen. Deshalb empfehle ich jedem, der irgendwie die Chance bekommt einen solchen Austausch zu machen, diese auch zu nutzen! Man lernt Dinge in einem anderen Blickwinkel zu sehen, selbstverständliche Sachen mehr schätzen zu lernen und kann seine Sprachkenntnisse ungemein verbessern. (Jessica Dadischeck)