Zwei Wochen voller Eindrücke von Südafrika

Wieder einmal waren 9 Schülerinnen und 6 Schüler aus der Stufe 10 des Rupert-Ness-Gymnasiums Wangen zu Besuch bei der Deutschen Internationalen Schule in Johannesburg, Südafrika.Auch die Südafrikaner waren im Sommer schon bei uns zu Besuch und lebten gemeinsam mit uns in unseren Familien. Und deshalb lebten wir in Johannesburg auch mit unseren Austauschschülern zusammen in ihren Familien.

Am 24.Oktober 2015 machten sich die Schüler des RNG in Wangen auf die Reise nach Johannesburg. Nach 24 Stunden bahnfahren, fliegen und warten kamen wir endlich bei unseren Austauschpartnern an und die Freude war riesengroß! Der diesjährige Schüleraustausch arbeitete an einem Projekt mit dem Thema ,,Deutschland und Südafrika 25 Jahren nach der Wende’’. Deshalb besuchten wir beispielsweise das Apartheid Museum um uns selbst ein Bild von der grausigen Vergangenheit Südafrikas zu machen.Was wir dort zu sehen bekamen waren getrennte Eingänge für Weiße und Nicht-Weiße oder Bänke, die nur von Weißen benutzt werden durften, und das waren noch die harmlosesten Dinge, in denen die Apartheid und die Diskriminierung von Nicht- Weißen verbildlicht wurden.

Ein weiterer Ausflug ging nach Soweto, einem der ärmsten Stadteile Johannesburgs. Dort besuchten wir eine Grundschule und hatten die Chance mit den Kindern im Alter von 4 bis 9 Jahren zu spielen und an ihrem Unterricht teilnehmen. Als wir gehen mussten waren die Deutschen sowie die Südafrikaner traurig, da jeder eine Menge Spaß gehabt hatte. Danach besuchten wir das Hector Peterson Museum, indem die Lebensgeschichte von Peterson dargestellt wird und die Demonstrationen gegen die Sprache Afrikaans. Dort lernten wir, dass Hector Peterson das erste Opfer der Schülerdemonstrationen gegen die Buren war, die den Unterricht auf Afrikaans halten wollten, obwohl kaum einer der Schüler die Sprache beherrschte.

Am Nachmittag besuchten wir das alte Haus von Nelson Mandela, indem er 15 Jahre mit seiner Familie lebte. Das Haus sieht von außen sehr gewöhnlich aus, wie jedes andere und niemand konnte sich vorstellen, dass in einem so kleinen Haus so ein geschichtsträchtiger Mann lebte.

Ein weiterer Ausflug, den wir alle gemeinsam erlebt haben, war der Besuch im Lion Park. Dort durften wir in Bussen auf Safari gehen und Zebras, Löwen und die sehr seltenen weißen Löwen beobachten. Außerdem durfte man dort auch Giraffen füttern und Erdmännchen ansehen. Aber das Beste an diesem Ausflug war, die jungen Löwenbabys zu streicheln. Alles in allem kann man sagen, dass diese zwei Wochen die besten Wochen waren, die wir je erlebt haben. Die ganzen Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen werden wir nie vergessen und wir hoffen alle, dass wir unsere so lieb gewonnenen Austauschpartner bald wieder sehen können! (Franziska Maurus)

South Africa wild life

Tolles Wetter, neue Kulturen und wilde Tiere wie Löwen, Elefanten und Co. durften wir 15 Schüler der Stufe 10 in Begleitung von zwei Lehrern im Herbst 2015 erleben.

Trotz anstrengender, 24 stündiger Anreise, die uns allen zu schaffen machte, gelang es uns schließlich den ersten heißen Atemzug südafrikanischer Luft zu atmen und unseren Gastfamilien, die uns sehr freundlich begrüßten, „Hello!“ zu sagen.

Am ersten Tag trafen wir uns im Tuck Shop der Schule und nachdem wir noch einmal unsere Projektarbeit „Deutschland und Südafrika ein Vierteljahrhundert nach der Wende“ besprochen hatten, nahmen wir am Unterricht in der DSJ (Deutsche Schule Johannesburg) teil, die nun für 14 Tage „unsere“ Schule war.

In der Zeit, die zwar knapp aber wunderschön war, genossen wir Joburg in vollen Zügen. Wir unternahmen tolle Ausflüge, wie z. B. eine Stadtrundfahrt in Johannesburg mit einer super Aussicht als wir auf dem höchsten Gebäude der Stadt standen. Außerdem war ein Highlight der Besuch einer Grundschule in Soweto. Dieser Ausflug war für alle sehr besonders. Die Schüler und Schülerinne sowie die Lehrer an der Schule waren sehr gastfreundlich, freuten sich sehr uns zu sehen und hatten keinerlei Berührungsängste mit unserer fremden, weißen Haut. Natürlich standen auch Museen auf dem Plan wie das Apartheid Museum, das uns erschreckende Bilder zeigte, die wir jedoch gut in unsere Projektarbeit aufnehmen konnten, da sie genau dieses Thema behandelten. Wir besuchten auch Tierparks, wo wir die typischen afrikanischen Tiere sehen konnten. Ein Ausflug ging in den Lion Park, der für jeden eine spannende Erfahrung war, denn niemand hatte je zuvor echte Löwenbabys gestreichelt.

Auch aktionsreiche Tage, die uns viel Spaß bereiteten, standen auf unserem Programm. Einer davon der Besuch in Gold Reef City, einem großen Freizeitpark mit Achterbahnen, die bei allen die Nerven kitzelten! Wir alle genossen diesen unbeschwerten Tag, um dann am Abend völlig erschöpft in die Betten zu fallen. Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen verging die erste Woche wie im Fluge!

Das Wochenende verbrachte jeder Gastschüler in seiner Familie. Einige fuhren zu den Pilanesbergen, um noch mehr wilde Tiere zu sehen. Andere fuhren zu Sun-City, einem riesigen Spaßbad, um sich bei der Hitze abzukühlen. Jede Familie gestaltete so ihr individuelles Programm.

In der zweiten Woche besuchten wir das Lesedi Cultural Village. Dort lernten viel über die südafrikanische Kulturen, von denen es eine ganzen Menge verschiedene gibt. Die Zulus oder die Xhosa sind nur zwei der vielen verschiedenen Stämme, die in Süd Afrika ihre Wurzel haben. und deren Lebensarten uns vorgestellt wurden. Eine Erfahrung, die wir vermutlich alle nicht vergessen werden, war den bekannten Mopane Wurm zu probieren, den einige der Stämme sehr schätzen. Uns schmeckte er aber leider nicht so gut wie Ihnen….

Am letzen Tag unseres Besuches war der offizielle Abschlussball der DSJ, bei dem wir noch einmal alle unsere neu gewonnenen Freunde sahen, auch die, die nicht am Austausch beteiligt waren und zusammen verbrachten wir einen tollen Abend und hatten sehr viel Spaß.

Es war eine wahnsinnig tolle Zeit, die wir erleben durften und wir werden uns immer gerne daran erinnern und allen, die am Austausch beteiligt waren, dankbar sein! (Inga Peters)