Informationen zur Sportkurswahl Klasse 10

Sportkurswahlbogen verloren - kein Problem - hier zum Download

In der Kursstufe findet auch im Sportunterricht eine Schwerpunktsetzung in den möglichen Themengebieten statt. Hier kannst du dich über die jeweiligen Inhalte der Individualsportart im Kurssystem informieren (Auszug aus dem BILDUNGSPLAN 2016)

Kurs Laufen, Springen, Werfen

Die Schülerinnen und Schüler können erlernte motorische Fertigkeiten mit einer verbesserten Bewegungsqualität demonstrieren. Insgesamt zeigen sie ein erweitertes individuelles Bewegungsrepertoire, ein Bewegungskönnen auf einem erhöhten technisch-koordinativen Niveau sowie eine verbesserte Ausdauerfähigkeit. Sie kennen schulrelevante Regeln der Disziplinen. Die Schülerinnen und Schüler kennen wesentliche Bewegungsmerkmale der Techniken, können diese erklären und funktional beschreiben. Sie kennen die spezifischen Anforderungen des Laufens, Springens und Werfens und können mithilfe ihres sporttheoretischen Wissens ein Übungsprogramm zur Verbesserung ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit beurteilen und durchführen. Sie lernen verschiedene Sinnzuschreibungen des Laufens, Springens und Werfens kennen und vermögen so, deren Bedeutung für ihre Lebensgestaltung zu erkennen.

Die Schülerinnen und Schüler können

(1) aus zwei der drei Bereiche Sprint, Weit-/Hochsprung und Wurf/Stoß jeweils eine Disziplin wettkampfgerecht demonstrieren

(2) 30 Minuten ohne Unterbrechung in gleichmäßigem Tempo (weiblich > 2,33m/s, männlich >2,72m/s) laufen

(3) Regeln der Disziplinen nennen

(4) wesentliche Bewegungsmerkmale der Techniken (zum Beispiel Flop) nennen, beschreiben und erklären (funktional und biomechanisch)

(5) spezifische konditionelle Anforderungen der Disziplinen benennen und ein Training im Hinblick auf das Anforderungsprofil beurteilen

(6) die Bedeutung von Laufen, Springen und Werfen als lebensbegleitende Freizeitaktivität reflektieren

Hinweise zu (2): 2,33 m/s entspricht einer Gesamtlaufleistung von circa 4.200 m in 30 Minuten. 2,72 m/s entspricht einer Gesamtlaufleistung von circa 4.900 m in 30 Minuten.

Kurs Bewegen an Geräten

Die Schülerinnen und Schüler können erlernte motorische Fertigkeiten mit einer verbesserten Bewegungsqualität demonstrieren. Sie sind in der Lage, die erlernten Bewegungsformen auf neue Bewegungssituationen zu übertragen und anzupassen sowie selbst erstellte Bewegungsverbindungen alleine und in der Gruppe zu realisieren und präsentieren. Insgesamt zeigen sie ein erweitertes individuelles Bewegungsrepertoire und ein Bewegungskönnen auf einem erhöhten technisch-koordinativen Niveau. Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, durch Anwendung ihres sporttheoretischen Wissens ihr eigenes turnerisches und akrobatisches Können weiterzuentwickeln. Sie können durch verschiedene Feedbackmethoden den eigenen Lernprozess sowie den ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler unterstützen. Durch das notwendige gegenseitige Helfen und Sichern beim Erlernen von neuen Bewegungsfertigkeiten sowie bei Wagnissituationen und das gemeinsame Agieren in Paar- und Gruppengestaltungen erwerben die Schülerinnen und Schüler die Sensibilität für die Möglichkeiten und Grenzen der Partnerin und des Partners. Dank ihrer vielfältigen sportlichen Erfahrungen vermögen sie, sich differenziert mit verschiedenen Leistungsmaßstäben auseinanderzusetzen und den Sinn des Turnens und der Akrobatik für ihre Lebensgestaltung zu erkennen.

Die Schülerinnen und Schüler können

(1) Bewegungsfertigkeiten aus verschiedenen Strukturgruppen (zum Beispiel Rolle rückwärts durch den Handstand, Handstützüberschlag) des normgebundenen Turnens an mindestens zwei Turngeräten, hinsichtlich Bewegungskontrolle, -ästhetik und -fluss angemessen, in selbst entwickelten Bewegungsverbindungen präsentieren

(2) Bewegungsfertigkeiten aus dem Freien Turnen und der turnerischen Bewegungskünste mit einer verbesserten Bewegungsqualität in Bewegungsverbindungen präsentieren

(3) Techniken des Helfens und Sicherns selbstständig anwenden

(4) spezifische konditionelle Anforderungen des Turnens benennen

(5) wesentliche Bewegungsmerkmale der Elemente (zum Beispiel Flickflack) nennen, beschreiben und erklären (funktional und biomechanisch)

(6) Bewegungen unter den Aspekten Bewegungsqualität und Bewegungsästhetik wahrnehmen, analysieren und beurteilen

(7) die Bedeutung vom Bewegen an Geräten als lebensbegleitende Freizeitaktivität reflektieren

(8) normgebundene und -ungebundene Bewegungsfertigkeiten in Kompositionen und Partner- und Gruppenformationen gestalten und präsentieren

(9) gemäß ihrer individuellen Leistungsvoraussetzungen Wagnis- und Leistungssituationen mit normgebundenen und normungebundenen Fertigkeiten selbstständig und in der Gruppe lösen

Kurs Bewegen im Wasser

Die Schülerinnen und Schüler können erlernte motorische Fertigkeiten mit einer verbesserten Bewegungsqualität demonstrieren. Insgesamt zeigen sie ein erweitertes individuelles Bewegungsrepertoire, ein Bewegungskönnen auf einem erhöhten technisch-koordinativen Niveau sowie eine verbesserte Ausdauerfähigkeit. Sie kennen Rettungsmaßnahmen und Regeln der Schwimmtechniken. Die Schülerinnen und Schüler kennen wesentliche Bewegungsmerkmale der Schwimmtechniken und können diese erklären und funktional beschreiben. Sie kennen die spezifischen Anforderungen des Schwimmens und können mithilfe ihres sporttheoretischen Wissens ein Übungsprogramm zur Verbesserung ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit beurteilen und durchführen. Sie erfahren die Besonderheiten des Bewegens im Wasser, lernen verschiedene Sinnzuschreibungen innerhalb des Schwimmens kennen und vermögen so, die Bedeutung des Schwimmens für ihre Lebensgestaltung zu erkennen.

Die Schülerinnen und Schüler können

(1) 50 m und 100 m oder 200 m in zwei unterschiedlichen Schwimmtechniken wettkampfgemäß ausführen

(2) 600 m in höchstens 24 min schwimmen

(3) Maßnahmen zur Selbst- und Fremdrettung demonstrieren (zum Beispiel Achselschleppgriff) und diese situationsadäquat in einer Rettungsübung anwenden

(4) einen Kopf- und zwei Fußsprünge unter funktionalen und ästhetischen Gesichtspunkten demonstrieren

(5) schulrelevante Regeln der Schwimmtechniken nennen

(6) wesentliche Bewegungsmerkmale der Schwimmtechniken nennen, beschreiben und erklären

(7) spezifische konditionelle Anforderungen des Schwimmens benennen

(8) die Bedeutung von Schwimmen als lebensbegleitende Freizeitaktivität reflektieren

Kurs Tanzen, Gestalten, Darstellen

Die Schülerinnen und Schüler können erlernte motorische Fertigkeiten mit einer verbesserten Bewegungsqualität demonstrieren. Sie sind in der Lage, tänzerische und gymnastische Bewegungsformen auf neue Bewegungssituationen zu übertragen und anzupassen sowie selbst erstellte Bewegungsverbindungen alleine, als Paar- oder Gruppengestaltung zu realisieren und zu präsentieren. Insgesamt zeigen sie ein erweitertes individuelles Bewegungsrepertoire und ein Bewegungskönnen auf einem erhöhten technisch-koordinativen Niveau und mit einer verfeinerten Bewegungsqualität im Hinblick auf Gerätetechnik und Körpertechnik. Die Schülerinnen und Schüler sind fähig, durch Anwendung ihres sporttheoretischen Wissens ihr eigenes tänzerisches und gestalterisches Können weiterzuentwickeln. Sie können durch Anwendung verschiedener Feedbackmethoden den eigenen Lernprozess sowie den ihrer Mitschülerinnen und Mit schüler unterstützen. Dank ihrer vielfältigen sportlichen Erfahrungen vermögen sie, sich differenziert mit verschiedenen Leistungsmaßstäben auseinanderzusetzen. Sie gewinnen einen Einblick in Tanzstile/-richtungen aus dem Trend-, Gesundheits- oder Fitnessbereich und können deren Sinn für ihre Lebensgestaltung erkennen.

Die Schülerinnen und Schüler können motorisch

(1) gymnastische Pflichtelemente mit einem selbstgewählten Handgerät demonstrieren

(2) eine gymnastische Bewegungsfolge mit Übergängen ohne oder mit einem selbstgewählten Handgerät präsentieren

(3) eine stilgebundene tänzerische Bewegungsfolge präsentieren

(4) spezifische konditionelle Anforderungen des Tanzens benennen

(5) Bewegungen und Bewegungsfolgen unter den Aspekten Gerätetechnik, Körpertechnik und Gestaltungskriterien wahrnehmen, analysieren und reflektieren (zum Beispiel Rückmeldung geben mithilfe von Beobachtungsbögen)

(6) die Eignung von Musik als bewegungsbegleitend und -unterstützend erkennen und geeignete Musik auswählen

(7) Choreografien dokumentieren

(8) die Bedeutung des Tanzens als lebensbegleitende Freizeitaktivität reflektieren

(9) eine stilgebundene tänzerische Bewegungsfolge selbstständig entwickeln und unter Anwendung ausgewählter Gestaltungskriterien (zum Beispiel Dynamik, Zeit) präsentieren

(10) eine Verbindung von gymnastischen Pflichtelementen mit einem Handgerät entwickeln

(11) in einer Paar- oder Gruppengestaltung eine themen- oder objektgebundene Choreografie

Kurs Fahren, Rollen, Gleiten

Die Schülerinnen und Schüler beherrschen verschiedene Techniken im Umgang mit Fahr-, Roll- oder Gleitgeräten. Dies ermöglicht ihnen die verantwortungsbewusste Teilhabe an vielfältigen Freizeitangeboten. Sie gehen mit komplexen und wagnisreichen Situationen verantwortungsvoll um. In Praxis-Theorie-Verknüpfungen erwerben die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kenntnisse des Bewegungslernens. Mögliche Sportarten wären z.B. Langlauf, Inline-Skating, Ski-Alpin oder Snowboard.

Die Schülerinnen und Schüler können

(1) sich auf der Basis der bereits erlernten Techniken in komplexen Bewegungssituationen unter Berücksichtigung von Material, Geschwindigkeit, Raum und Gelände sicher fortbewegen

(2) die Bedeutung des Inhaltsbereichs als Freizeitaktivität reflektieren

(3) erlernte Bewegungen beschreiben und dokumentieren

(4) die Phasengliederung einer Bewegung an Beispielen beschreiben

(5) erlernte Bewegungen aus biomechanischer Sicht erklären

(6) die Bedeutung der Motivation beim Erlernen sportlicher Bewegung erklären

(7) Gefahrenmomente beim Fahren, Rollen oder Gleiten für sich und andere situativ einschätzen und anhand ausgewählter Kriterien beurteilen

(8) Verhaltensregeln beim Sport treiben in der Natur benennen und sich beim Fahren, Rollen oder Gleiten umweltgerecht verhalten

(9) komplexe Bewegungsaufgaben allein oder in der Gruppe gestalten und lösen (zum Beispiel auch, um Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlicher Begabung und/oder Voraussetzung einzubeziehen)