Uganda Vortrag am RNG

Am Dienstag, 14. Juni, berichtete Elena Aschenbrenner, mittlerweile Studentin in Regensburg, vor zwar kleiner, aber sehr interessierter, kompetenter und dem Anliegen der Partnerschaft mit Uganda äußerst gewogener Zuschauerschar im Musiksaal des RNG. Im Schuljahr 2014/15 verbrachte sie nach ihrem Abitur ein Jahr an der Uganda Martyr‘s Secondary School (UMSS) in Sembabule, seit 2009 Projektpartnerschule des RNG im Südosten Ugandas. Auch zehn Monate nach ihrer Rückkehr aus dem afrikanischen Land spürte man ihr die Begeisterung für die Menschen und die Arbeit an „ihrer“ Schule an, die sie nach eigenen Worten sehr geprägt haben. Immer wieder blitzte in ihrem lebhaften Bericht auf, wie einschneidend wichtig ihre Erfahrungen in der so anders gearteten Kultur Schwarzafrikas für sie waren und wie viel sie mit ihrer Präsenz in Deutsch- und Sportunterricht, aber auch bei der Betreuung vieler einzelner SchülerInnen das ganze Schuljahr über bewirkte.

Dass die Arbeit der Uganda-AG am RNG mit dem Schwerpunkt des Einsatzes junger Freiwilliger am Ende ihrer eigenen Schulzeit, sog. Volonteers, weit über das Einsatzjahr hinausreicht, also tatsächlich als nachhaltig bezeichnet werden kann, bewies der anschließende Auftritt von Katharina Zinnecker, die das Schuljahr 2012/13 in Sembabule gearbeitet hatte. Inzwischen Studentin der sozialen Arbeit in Ludwigsburg, ist sie dennoch unverändert ihrer Schule in Afrika und dem kleinen Städtchen Sembabule mit seinen ca. sechstausend Menschen tief verbunden.

Aus mehreren weiteren Aufenthalten dort nahm sie die Erkenntnis mit, dass das Vorhandensein einer weiterführenden Schule alleine nicht ausreicht, deren Besuch muss auch für die Kinder und Jugendlichen der Stadt und ihres Umlandes finanziell möglich sein. Aus dieser Einsicht heraus stellte sie eine vorbereitete Initiative vor, welche zunächst dazu aufruft, Schulpatenschaften zwischen Familien und Eltern in Deutschland und einem Kind in Sembabule einzugehen und für einen Betrag von 30 € im Monat einen dauerhaften Schulbesuch und einen Weg zu Bildung und zu einem Schulabschluss mit einer selbstbestimmten Existenz zu ermöglichen. Katharina verhehlte nicht, dass sie mittel- bis längerfristig davon träumt, auf einem Gelände unmittelbar an der UMSS ein Waisenhaus zu errichten und zu betreiben.Dies, so ihre Idealvorstellung, könnte dann auch einigen der zahlreichen Waisenkindern in Uganda, häufig AIDS-Waisen, kontinuierlichen Schulbesuch und Zugang zu Bildung verschaffen. In die von ihr herumgereichte Liste trugen sich erste Interessierte ein, die gebürtige Wangenerin wird ihr Projekt intensiv weiter verfolgen und man wird auch in Wangen weiter davon hören. (Sw)