Wie Leselust geweckt werden kann

Unsere Lesescouts nahmen an einem Aufbau-Workshop mit der Stiftung Lesen teil. Mechthild Goetze-Hillebrand, Referentin der Stiftung Lesen, stellte den RNG-Lesescouts Formen der Buchpräsentation vor. Kinder und Jugendliche lesen immer weniger? Nicht, wenn es nach dem Willen der Lesescouts am Rupert-Ness-Gymnasium geht.

Seit einem Jahr treffen sich an jedem zweiten Freitag 22 Schüler der Klassen 6 bis 8, um spannende Aktionen rund um das Buch zu planen und ins Leben zu rufen. Es war im April 2016. Eine Mitarbeiterin der „Stiftung Lesen“ war nach Wangen gekommen, um den Lesefreudigen vom RNG das Projekt „Lesescouts“ vorzustellen. Alles vor dem Hintergrund, diese für eigene Aktionen fit zu machen. Denn wer wüsste besser, was Kinder und Jugendliche lesen möchten? Und wer wäre besser dazu geeignet, ihre Erfahrungen und ihre Begeisterung für Bücher mit Freunden und Mitschülern in „freizeitorientierter Atmosphäre außerhalb des Unterrichts“ zu teilen als Gleichaltrige?

Die Idee kam damals von Lehrkraft Heidi Schubkegel. In Kooperation mit der Bücherei im Kornhaus, hier in Person von Susanne Singer, hatte sie mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen und sich im Auftrag der Schule beworben. Beide Frauen war es jetzt auch, die sich für ein Seminar für jugendliche Lesescouts einsetzten. Die in diesem Bereich bereits tätigen Mädchen und Jungen sollten in ihrem Bemühen zusätzlich unterstützt werden. Ansprechpartnerin war Mechthild Goetze-Hillebrand, die Referentin der Stiftung Lesen ist.

Nachdem sie mit den Teilnehmern des Workshops am Montagmorgen einen „Geschichtenspaziergang“ unternommen hatte, war die Zeit ab 11 Uhr der Präsentation von Büchern vorbehalten. Schnell ließen sich die Schüler von der Art der Vorstellung begeistern. Die Referentin hatte dafür sechs unterschiedliche Bücher ausgewählt, die sie im Drei-Minuten-Takt den im Kreis Sitzenden ans Herz legte. „Train Kids“ wurde mit einem Quiz verbunden, Stellen aus „Die Unsterblichkeitsschokolade“ gelesen, das Buch „Füchse lügen nicht“ als „Wahr oder nicht wahr-Spiel“ dargeboten, der Anfang von „Der Tiger in meinen Herzen“ gesungen, die „Baum-Märchen“ auszugsweise erzählt und „Mein bester letzter Sommer“ szenisch dargestellt. Die Lesescouts des Gymnasiums durften die Bücher dann nach Kategorien wie „gefällt“, „spannend“ und „langweilig“ bewerten. „Das war eine tolle und nachahmenswerte Sache“, war man sich abschließend in der Runde, zu der auch Andrea Stark-Engelhardt gehörte, einig. Und man favorisierte insbesondere die Büchervorstellung in Zusammenhang mit einem Quiz. Aber auch die szenische Darstellung wurde als geeignetes Mittel für die eigene Aufgabe angesehen. (Bericht Schwäbische Zeitung)

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